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Software beseitigt Kapazitätsengpässe in der Produktion
Das Projekt 'Durchsatzsteigerung im Anlagenbau und -betrieb durch engpassorientierte Planung und Visualisierung' (Deplavis) steht für eine Methode, die Kapazitätsengpässen in der Produktion entgegen wirkt. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und Berghof Systeme wollen so Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus durch die Steigerung der Produktionsleistung bei der wirtschaftlichen und wettbewerbsfähigen Herstellung ihrer Produkte unterstützen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von Industrieunternehmen unterstützt, die Projektleitung trägt Professor Dr.-Ing. Jochen Kreutzfeldt. Das Projektziel ist die Methodenentwicklung zur frühzeitigen Identifikation und Bewertung von Kapazitätsengpässen in der Produktion sowie die Visualisierung von Verbesserungspotenzialen. In einem weiteren Projekt wird der Ansatz auf die Engineering-Prozesse im Maschinen- und Anlagenbau ausgeweitet, um Bereiche, die in unmittelbarer Wechselwirkung stehen, durch einen integrierten Engpassmanagementansatz optimieren zu können.
Vor der Entwicklung der Methoden mussten die unterschiedlichen Anforderungen an die Durchsatzplanung für verschiedene Planungsebenen ermittelt werden. Beispielsweise werden langfristige Engpässe zwar häufig von Enterprise Resoruce Planning-Systemen (ERP) aufgezeigt, jedoch nicht auf ihr Verbesserungspotenzial hin bewertet. Für diese Aufgabe wurde ein bereits bestehendes Konzept für die kennlinienbasierte Näherung und Visualisierung des Durchsatzverhaltens weiterentwickelt. Im Unterschied zum ERP-System wird dabei das Produktionssystem aus Auftragsströmen und Engpässen modelliert.
Der neue Ansatz für ein besseres Engpassmanagement wird anhand typischer Situationen und Herausforderungen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern erprobt. Insgesamt soll der Ansatz durch die Unterstützung einer zielgerichteten Beeinflussung von Produktionsparametern zur Engpassentlastung und damit einer Steigerung der gesamten Produktionsleistung beitragen.
Zu den wesentlichen Einsatzmöglichkeiten des Deplavis Engpassmanagements zählen die Planung von Fremdvergaben, um Engpässe gezielt zu entlasten; die zielgerichtete Kapazitätserhöhung an Engpässen, das Erstellen von 'Was-wäre-wenn'-Analysen und letzendlich der Abbau des Bestandes an Engpässen.
Das System soll Engpassmanagement als Ergänzung und Erweiterung in die Berghof ERP-Reglerkomponenten integriert werden, um eine vorausschauende, adaptive Anpassung der Parameter des ERP-Systems an die dynamischen Rahmenbedingungen der Produktion im Maschinen- und Anlagenbau zu unterstützen. So soll die Einhaltung definierter Vorgaben, wie Durchlaufzeiten, Liefertermine oder Bestände erreicht werden – auch bei gestörten Prozessen.





