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Warum ist unser Training mehr als ein Kommunikationstraining?

Wir nutzen zwar Elemente aus Kommunikationstrainings wie „aktives Zuhören“ oder „Ich-Botschaften“, benutzen diese allerdings hauptsächlich als Vehikel für die Anwendung systemischer Prinzipien. Kommunikative Techniken sind unerlässlich, um ein kooperatives Kommunikationsverhalten zu begünstigen.

 

 

Sie sind aber Mittel und nicht Ziel des Trainings!

 

Wir benutzen Kommunikationstechniken, um gleichberechtigte Dispute und Diskurse zu fachlichen Problemen und zum systemischen Denken und Handeln zu unterstützen. Dazu haben wir gemeinsam mit dem Team Blickwechsel spezielle Übungen entwickelt oder adaptiert. Diese verdeutlichen z. B. das alle Egoismen, Beleidigungen, Manipulationen - zirkulär zum Verursacher zurückkehren  - oft über Umwege, getarnt oder mutiert, oft auch an ganz anderen Orten oder zu einem späteren Zeitpunkt. Die Teilnehmer lernen an Hand von Szenarien oder Fallbeispielen lineares Denken zu überwinden und alle Eingriffe ins System zirkulär zu analysieren, zu planen und zu evaluieren.

 

Jeder Eingriff ins System wird vom System (deren Elementen) immer „beantwortet“ (rückgekoppelt). Wir helfen den Akteuren in solchen positiven („ aufschaukelnden“) und negativen (die Wirkung begrenzenden, regulierenden) Kreisprozessen zu denken. Die Übungen verdeutlichen, welche Arten von Wechselwirkungen zwischen den Teilnehmern aktiv sind, wie diese codiert, decodiert bzw. gefiltert werden und wie solche Prozesse kontrolliert werden können. Dazu dienen Modelle, Übungen Videosequenzen (Demos). Diese unterstützen kollektive Lernprozesse anhand von Beispielen aus dem Unternehmen aber auch aus Natur und Gesellschaft. So lernen die Teilnehmer, welche Verhaltensweisen unter welchen Bedingungen erfolgreich bzw. hinderlich für das Erreichen einer kooperativen Leistung sind.

 

Kommunikative Techniken wie aktives Zuhören sind auch sehr hilfreich, um interne Repräsentationen („ interne Modelle“) zu erfragen, zu diskutieren, zu visualisieren und ggf. zu verändern oder zu verankern (siehe auch "Was ist Systemik?" - © Team Blickwechsel). Weitere Übungen dienen dazu zu lernen, wie Komplexität und Kompliziertheit sozio-technischer Systeme durch autonome interne und externe Kommunikationsprozesse reduziert bzw. aufgelöst werden können.

Letztendlich lernen die Teilnehmer, dass sie selbst die Konstrukteure ihrer Systeme sind - und es daher keine „externen Schuldigen“ gibt. Alle Möglichkeiten, Fehler, Missbräuche und Potentiale sind durch das Design des Systems determiniert. Sie erleben weiterhin, dass Systeme stets eine Eigendynamik entwickeln und systemspezifische Phänomene mit speziellen quantitativen und qualitativen Ausprägungen generieren. Sie lernen mit labilen und stabilen Gleichgewichtzuständen des Systems umzugehen und ihre Aktionen zu dosieren, zu reduzieren oder ganz zu unterlassen.

 

Auch diese Prozesse werden sinnvollerweise durch Kommunikationstechniken flankiert.

 

Insbesondere wird den Teilnehmern vermittelt Selbstordnungsprozesse und Selbstorganisationsprozesse zu initiieren, zu installieren, zu begünstigen, zu analysieren, zu kontrollieren - und auch auszuhalten! Dazu erleben sie in Übungen wie Rahmenbedingungen und Regeln die Potenziale eines Systems determinieren.

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